Traum-Auftrag: Vom Lektorat zum Coaching

Neulich auf einer Business-Plattform: Ein Mensch, der sich mit einem spezialisierten Beratungsangebot selbständig machen wollte, suchte Texthilfe für eine Broschüre. Letztere entpuppte sich dann als Unternehmenspräsentation, mit der er bei potenziellen Kunden vorstellig werden wollte.

Schon der erste Blick ergab: Mit Textoptimierung war es hier nicht getan. Es galt zu hinterfragen, welche Leistungen sein Angeebot genau umfasst, was ihn von anderen Anbietern abgrenzt, was ihn dazu besonders qualifiziert und vieles mehr. Dieses intensive Befassen mit den Inhalten gehört fast immer zu einer guten Textredaktion, doch diesmal gab es besonders viel Gestaltungsraum. Mein Angebot führte die entsprechenden Punkte auf; der Kunde schlug gerne ein, weil er sich verstanden fühlte. Er hatte selbst gemerkt, dass einige seiner Überlegungen noch nicht ganz ausgereift waren.

Und so wurde daraus ein veritables Coaching: Wir diskutierten (entfernungsbedingt telefonisch) die wesentlichen Elemente seiner USP – und erst, als alles festgezurrt war, ging’s ans Umbauen und spachliche Ausformulieren der Präsentation. Die er glücklich in Empfang nahm und an einen CI-Designer weitergab.

Dieser Auftrag machte mir sehr viel Spaß: Die Inhalte, die mit viel Herzblut zu Papier gebracht waren, zunächst sortieren, die Kernaussagen herausfiltern, fehlende Inhalte erfragen, alles in die richtige Form bringen – einfach spannend und erfüllend. Zumal, wenn der Andere für diesen Prozess offen ist. Man kann gestalten, sieht Dinge wachsen, kann sämtliche Facetten des eigenen Könnens einbringen. Und sich mit dem Kunden darüber freuen, dass das Ergebnis ins Schwarze trifft.

Bitte mehr davon! 🙂